SharePoint lernen – mal anders !

Kurz vor Weihnachten flatterte mir eine Anfrage auf den Tisch, die mich ein wenig Schmunzeln liess…
„Hätten Sie nicht Interesse einen SharePoint Comic zu rezensieren?“

SharePoint Comic – das fand ich schon lustig und eine Rezension zu schreiben noch lustiger, aber gut, tönt spannend. Kurze Zeit später kam tatsächlich das DIN A5 Hochglanzformat „Die SharePoint 2010 Gebote“.

Wider Erwarten eine sehr gut und einfach verständliche Anleitung in die Anwendung von SharePoint 2010. Wer bereits weiss, was SharePoint ist und erste Erfahrungen in der Anwendung gemacht hat findet mit diesem biblischen Comic eine unterhaltsame Gedankenstütze und hilfreiche Tipps für den alltäglichen SharePoint Gebrauch.

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Wer hingegen glaubt, mit einem knapp 50seitigen bunten Buch die Grundlagen von SharePoint autodidaktisch erlernen zu können ist leider auf dem Holzweg. Die Komplexität und Vielseitigkeit von SharePoint, bzw. den Anwendungsmöglichkeiten sind einfach zu mächtig, um diese kurz, knapp und hinreichend in einen Comic zu verfassen.

Positiv hervorzuheben ist wirklich die Einfachheit kleiner und ausgewählter Anwendungsszenarien und die klare Vorgehensbeschreibung einzelner Schritte. „Die SharePoint 2010 Gebote“ nehmen die Angst vor einem übermächtigen System und geben David zumindest einen Stein in die Hand, um sich mit Goliath auseinander zusetzen.

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Eine sehr unterhaltsame Variante, die gerade bei der Einführung von SharePoint für den Einen oder Anderen Schmunzler sorgen kann und eine perfekte Ergänzung zu einer gut strukturierten Anwenderschulung sein kann.

Daten zum SharePoint Comic:

Autor: Daniel Mettler
Website: TurboComic

Namics an der WPC 2010

Washington. Microsoft World Partner Conference 2010. Rund 14’000 Teilnehmer aus über 100 Ländern.

Namics ist auch in diesem Jahr wieder der Einladung von Microsoft gefolgt, um die aktuellen Trends, Themen und Entwicklungen aus erster Hand zu erfahren.

Das Microsoft Geschäftsjahr verlief wie das aktuelle sonninge Wetter in Washington – strahlend. Steve Ballmer bedankt sich für die tolle Zusammenarbeit, sieht jedoch Wolken aufziehen, trotz der geplanten Launches für 2010/2011 muss es einen grundlegenden Wandel geben – zur Cloud. Das Thema der diesjährigen WPC ist leicht zu identifizieren – internetbasierte Services „Cloud Computing“. Was wird unter Cloud Computing verstanden? Steve Ballmer erläuterte in seiner Keynote wenig konkretes, eher den bestehenden Nachholbedarf für Microsoft mehr auf virtualisierte und skalierbare Umgebungen zu setzen. Unterstützt durch Webservices und den bedarfsorientierten Einsatz aller Microsoft Produkte soll hier ein spürbarer Mehrwert für Kunden und Partner geschaffen werden. Steve Ballmer appeliert aber auch an die Verantwortung gegenüber den Kunden und deren Erwartungen hinsichtlich Sicherheit und „operativer Qualität“ der Produkte und Dienstleistungen.Was ist aber das wirklich neue an dieser Story? Azure! Die seit Februar 2010 zur Verfügung stehende Entwicklerplattform basiert auf einer neuen Version des .NET Frameworks und SQL DB und bietet vielfältige Möglichkeiten für individuelles Applikationsdesign, sowie Datensynchronisation mit SharePoint an. Azure soll also der Tornado am Himmel werden und kräftig für „Wolken“ sorgen.

Weiteres Thema ist Windows Phone. Auch hier taucht am Horizont Hoffnung für alle Freunde einer iPhone Alternative auf. Microsoft hat und wird viel in Devices, Software, Entwicklungsplattformen für businessorientiertes Mobile Computing investieren. Die Ergebnisse sollen Ende 2010 präsentiert werden.

Organisatorisch wurde noch ein Staffelstab übergeben, bzw. ein Rollentausch vollzogen. Jon Roskill leitet künftig die gesamte Microsoft Worldwide Partner Group und übernimmt diese Rolle von Allison Watson, die ihrerseits die ehemalige Position von Jon Roskill des Corporate Vice President der Business & Marketing Organization für die USA übernimmt.

Persönlicher Higlight war sicherlich der Auftritt des ehemaligen US Präsidenten Bill Clinton, der in seiner Keynote über die Zusammenhänge von gesellschaftlicher Verantwortung, Netzwerken und Technologieeinsatz sprach. Schwerpunkt war der Wirkungskreis der William J. Clinton Foundation für Haiti und die Unterstützung dieser Aktivitäten durch bspw. den Einsatz von Social Media und virtuellen Netzwerken.

Speicherung von grossen Datenmengen in SharePoint

Ein Artikel von Andreas Glaser und Michael Pertek, Namics AG, St. Gallen

Die Speicherung von grossen Datenmengen ist zu einem zentralen Entscheidungskriterium bei der Auswahl einer strategischen Plattform für businessrelevante IT Applikationen geworden. Wo liegen meine Daten, wie können diese regelmässig und einfach gesichert (Backup) und im Bedarfsfall wieder hergestellt (Recovery) werden? Am Beispiel eines Patientendossiers für ein Krankenhaus erläutern Andreas Glaser und Michael Pertek wie Speichermechanismen für grosse Datenmengen mit SharePoint interagieren. In dem Artikel werden verschiedene Varianten vorgestellt, wie unstrukturierte Daten gespeichert werden können. Als konkrete Beispiel und Variationen werden angerissen:

* VARBINARY (MAX)-Datentyp
* Filestream
* External BLOB Storages (=EBS)
* Remote BLOB Storages (=RBS)

Anhand von konkreten Anleitungen und Codebeispielen zeigen die Autoren die Anwendungsmöglichkeiten mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen und geben eine Ausblick auf herstellerseitige Lösungsansätze, die hoffentlich mit SharePoint 2010 zumindest teilweise realisiert werden.

Der ganze Artikel unter: http://www.namics.com/wissen/hart-am-datenlimit
das passende Whitepaper unter: http://www.namics.com/download/Whitepaper_SharePoint_23Sep08.pdf

SharePoint 2010 bei Namics.

Nach Las Vegas und vor der Beta Veröffentlichung am 18. November 2009.

Was tun? Markus Wirrer (St. Gallen) und Markus Spiekermann (Baar) sind mit einer Vielzahl von Informationen und Eindrücken von der diesjährigen Konferenz zurückgekehrt. Viel Neues – manch altes und eine ganze Menge zu tun. Wie angehen, wie strukturieren, und vor allem wie das Wissen nutzbar machen? Ergebnis unserer Überlegungen sieht wie folgt aus.

1. Evaluation der zentralen Themenfelder
2. Identifikation der zentralen Handlungsfelder
3. Zuweisung von Spezialisten(gruppen) zu den Handlungsfeldern
4. Wissensaufbau in der neuen Systemumgebung mittels definierter Use Cases
5. Interne Kommunikation und Wissensvermittlung via Roundtable
6. Externe Kommunikation via Blog

Wir haben uns entschlossen entlang den beiden zentralen Themenfeldern Collaboration / Document Management und Publishing folgende Handlungsfelder genauer zu betrachten:
1. Infrastruktur
Hierzu zählen wir nicht nur die Architektur, Planung, Topologie sowie Hardware Anforderungen, sondern auch die betriebskritischen Themen wie Backup, Recovery und Migrationsszenarien.
Menschen: Sascha David, Reto Rosspeintner, Heinz Beutler
2. Administration
Altbekannte Probleme und Themen aus SharePoint 2007 gepaart mit der Konfiguration und Set-Up der eigentlichen Applikation, Berechtigungskonzept, Informationsarchitektur, Sprachen und den gängigen OOB Funktionalitäten.
Menschen: Markus Wirrer, Markus Spiekermann
3. Development
Dier Hoffnung stirbt zuletzt, auch mit SharePoint 2010 wird es wieder Customizing und Eigenentwicklungen geben. Wie sieht die Erstellung von WebParts aus, welche sind wiederzuverwenden, welche nicht, Was verbirgt sich hinter „Services“
Menschen: David Zahorsky, Maya Feurer
4. FrontEnd Engeneering
Zentarles Thema neben dem eigentlichen Styling und Templating ist die Verwendung,, bzw. Anwendung von AJAY, J-Query, Java Script, WebControls und Silverlight in SharePoint 2010.
Menschen: Andreas Glaser und Baris Bikmaz
5. Suche / Search
Was ist es denn? MOSS Search, WSS Search, FAST? Viel wichtiger und eng mit der Infrastruktur und dem Aufbau der Architektur verbunden – das Thema Indexierung.
Menschen: Harry Preis, Michael Iten
6. Anwendungs- und Integrationsszenarien für Benutzer
Was machte eine Unternehmung heute mit SharePoint – was kann eine Unternehmung Morgen mit SharePoint machen? Von der Informationsarchitektur, über interne Abläufe und Prozesse zur tatsächlichen Anwendung von Collaborationsszenarien – aus Benutzerperspektive.
Menschen: Michael Pertek, Mischa Mundwiler

Jedes dieser Handlungsfelder wird in einzelnen Beiträgen analysieren und berichten über die Neuigkeiten, Änderungen und Konsequenzen des Einsatzes von SharePoint 2010. Los geht’s ab dem 19. November 2010 nachdem die erste Beta Installation läuft. Die beiden SharePoint Teams in Baar und St. Gallen werden auch hier gemeinsam und eng zusammenarbeiten, Elisabeth Stettler koordieniert und stimmt diese entsprechend ab.
Ein separates Handlungsfeld für Namics wird das Thema Sprache werden. Hier scheint auch in SharePoint 2010 keine der gewünschten Mehrsprachigkeit zuträgliche Lösung gefunden worden zu sein.

Nebenbei wird selbstverständlich die ganze Mannschaft in den jeweiligen Themenfeldern mitarbeiten und die Ergebnisse in kurzen Blogeinträgen veröffentlichen.

Seien Sie gespannt!

Was kann SharePoint eigentlich im ECM Umfeld

Zu welchen Kunden­anforder­ungen passt SharePoint am besten? Und welche Rolle spielt Enterprise Search? Zöller und Part­ner analysiert das Angebot
Vortrag von Peter Fischer und Jürgen Rentergent an der SharePoint Konferenz 2008

Vortrag mit einem guten Überblick über die bestehenden Funktionalitäten von MOSS 2007, speziell im Hinblick auf Durchgängikeit eines Produkts (besser einer Produktfamilie) in der Verwendung im ECM Umfeld und vorallem der Enterprise Search. Hinsichtlich der Einschränkungen gegenüber bestehenden und vorallem etablierten ECM Systemen wurden die Stärken und Schwächen von MOSS klar herausgearbeitet und detailliert aufgelistet. Die Vorteile im Collaborations, Interaktions- und einfachen Workflow- Umfeld bieten auch unserer Meinungen den zentralen Mehrtwert zu den gängigen Systemen. Um tatsächlich mit SharePoint eine befriedigende Lösung, gerade in Archivierungs- und Compliancerelevanten Themen zu erhalten ist der Einsatz von Drittsystemen und ggf. Eigenentwicklungen auf MOSS-Basis unumgänglich. Interessant war die Schlussaussage, dass der im Moment wirklich kritische Faktor bei der Realisierung „Erfahrene Dienstleister vor Ort“ zu finden ist, und Projekte demenstprechend langfristig geplant werden müssen, da ein erheblicher Ressourcenengpass an qualifizierten Dienstleistern vorhanden ist. Somit ist die Zusammenführung von Beratung (d.h. Planung und Konzeption) und Implementierung (d.h. Konfiguration und Programmierung) immer wichtiger, aber auch schwieriger zu realisieren.