Das Intranet wird Social (Part 2)

Unternehmen, die diese Grenzen aufbrechen wollen, sehen sich meist vor einer herausfordernden Aufgabe. Die technologische Frage ist bei der Einführung eines Enterprise Social Networks meist einfacher gelöst als der Change Prozess, den es benötigt um eine solche Software erfolgreich in einem Unternehmen einzuführen. Aus diesem Grunde stellt sich die Frage:

Was müssen Unternehmen beachten, wenn Sie Social Business erfolgreich implementieren wollen?

Meines Erachtens gibt es vier wichtige Punkte, die beachtet werden müssen:

1. Leiten Sie einen Wandel Ihrer Unternehmenskultur ein

If HP knew what HP knows, we would be three times at profitable – Lewis E Platt, former CEO of HP

Ein erfolgreiches Enterprise Social Network setzt eine offene Unternehmenskultur voraus. Dies bedeutet, dass Mitarbeiter, egal auf welcher Hierachiestufe, offen kommunizieren und auch Kritik äussern können. Ein weiterer wichtige Aspekt ist, dass das Teilen von Wissen, auch ausserhalb des eigenen Aufgabenbereichs, anerkannt und honoriert wird. Nicht zuletzt sollten alle Mitarbeiter über alle Hierarchiestufen hinweg die Möglichkeit haben sich untereinander zu vernetzen und auszutauschen.

2. Holen Sie das Management an Bord

 Organizational success with social media is fundamentally a leadership and management challenge, not a technology implementation – The Social Organization: How to Use Social Media…Gartner Research

Um erfolgreich ein Enterprise Social Network in Ihrem Unternehmen einzuführen, bedarf es ausserdem die Unterstützung des Top Managements. Dies sollte bereits zu Beginn Ihres Projekts ganz oben auf Ihrer Prioritätenliste stehen, denn Sie benötigen einen Sponsor für das neue Tool und ausserdem zeigt Management Support den Mitarbeitenden, dass

  • die neue Arbeitsweise unterstützt wird
  • die Mitarbeiter mit dem Management kommunizieren können (unabhängig von Hierarchiestufen)
  • das Management offen und transparent kommuniziert

3. Überzeugen Sie Zweifler und Kritiker

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier –Gustav Freytag

Bereits ganz am Anfang hatte ich bereits ausgeführt, dass die Einführung von Social Business ein Change Prozess ist. Veränderung ist nicht leicht. Wir alle sind Gewohnheitstiere – sehr viel unseres täglichen Lebens ist Routine – und wir möchten nur ungern aus dieser Gewohnheit herausgerissen werden. Unter anderem genau aus diesem Grunde ruft Veränderung Widerstand hervor.

Wenn Sie also ein Social Tool einführen, seien Sie darauf vorbereitet, dass sie auf Widerstand und Vorurteile stossen. Sätze, die man dann öfters mal zu hören bekommt:

  • Sind unsere Daten sicher?
  • Warum noch ein neues Tool?
  • Was soll das denn bringen? Es funktioniert doch alles gut!
  • Was geschieht, wenn ein Mitarbeiter sich negativ äussert?

Hinter all diesen Fragen stecken meist bestimmte Ängste. Dies kann die Angst vor Veränderungen sein, Angst vor Informationsüberflutung, Angst vor Kontrollverlust und auch Angst um die Sicherheit der persönlichen Daten. Die beste Empfehlung für den Umgang mit Zweiflern und Kritikern ist:

Den Dialog suchen, Ängste abbauen und Wissen vermitteln.

4. Vergessen Sie die Community nicht

Community cannot for long feed on itself; it can only flourish with the coming of others from beyond, their unknown and undiscovered brothers. – Howard Thurman

Sie haben es geschafft. Alle Hürden sind überwunden und die Einführung Ihres neuen Enterprise Social Networks steht bald bevor. In der ganzen Aufgregung sollten Sie allerdings eine wichtige Komponente nicht vergessen: Community Management. In meinen Augen kann ein Enterprise Social Network nur erfolgreich sein, wenn Community Management nicht vernächlässigt wird.

Community Management beinhaltet unter anderem die Themenstellung rund um:

  • Die Wachstum der Community sicherstellen
  • Die Plattform unternehmensweit promoten
  • Die Community unterstützen
  • Champions identifizieren, engagieren und supporten
  • Ausserdem auch Themen wie Guidelines, Trainings und Krisenmanagement

Da Community Management ein essentieller Eckpfeiler für Enterprise Social Networks darstellt, werde ich diesem Thema meinen nächsten Blogbeitrag widmen.

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