Ausblick auf 2009

Nicht nur der Besuch auf der TechEd 2008 in Barcelona hat es gezeigt: 2009 wird ein Jahr, in dem fast jeden Monat etwas neues auf dem Markt erscheinen wird.

Und das Jahr 2008 hat gezeigt: namics als Dienstleister ist ganz vorne dabei. Teilweise weit vor dem Release von Produkten haben wir diese als RC oder Beta in den Fingern gehabt bzw. interne Weiterbildungen lanciert. U.a. daraus resultierend ist ein Grossteil des Teams SharePoint-zertifiziert: Team Mika certified.

Daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass bereits seit geraumer Zeit Artikel über neue Technologien auf unserem Blog erscheinen bzw. intern Weiterbildungen laufen oder Demos neuer Technologien gezeigt werden.

Nachfolgend nun eine kleine Auflistung der ganz heissen Themen für 2009. (Danke an Sascha David für die Hilfe bei der Zusammenstellung.)

Azure Services Platform

Für mich das Top Thema 2009 ist die Azure Services PlatformAuszug: „Schlagwörter wie Azure Services, Cloud Platform, Software as a Servcie (SaaS) sowie Software + Services (S+S) sind heute in aller Munde. Doch um diese Begriffe gegeneinander abzugrenzen, muss man sich über Application Platforms im allgemeinen im Klaren sein.“

Das Geneva Framework (Single Sign On im Web, Federation im Web) mit dem Erscheinungsdatum Ende 1. Halbjahr 2009 wird ebenso eine wichtige Rolle wie die Azure Services Platform spielen.

C# 4.0 + Visual Studio 10

Jason Zander hat an der TechEd (namics @ TechEd 2008 in Barcelona – Tag 1) das Visual Studio in der Version 10 live vorgeführt. Intern gab es in den letzten Wochen eine Roadshow u.a. mit dem Thema Parallel Linq.

SharePoint 2009 / vNext / SharePoint 14

Der genaue Name ist noch offen, aber Anfang 2010 wird wahrscheinlich der Nachfolger von SharePoint 2007 folgen. Über eine Beta wird für Herbst 2009 spekuliert… Wie auch bereits in diesem Jahr:

werden wir uns sehr früh mit neuen Produkten und Updates beschäftigen. Als nä. werden wir uns das Service Pack 2 für SharePoint 2007 im Februar / April anschauen.

Silverlight

Silverlight ist zwar bereits in der Version 2.0 erschienen, denoch erwarte ich es als Dauerbrenner für das Jahr 2009, vor allem wenn man sich z.B. http://videothek.vodafone.de/ anschaut. Hier einige Artikel aus unserem Blog:

SQL Server Kilimanjaro

Anfang 2010 (??) wird evtl. eine neue Version des SQL Servers erscheinen, welche das Speichern von Daten im hohen TeraByte Bereich erlaubt. Siehe hier: Kilimanjaro, Gemini und Madison von Microsoft.

Workflow 4.0, Oslo und Dublin

Neuheiten, Updatebarkeit, Auswirkungen auf SharePoint 14? Genaueres dazu hier: 

Windows 7

Nicht nur Windows 7, sondern auch das Service Pack 2 für Windows Vista als auch Windows Server 2008 werden uns 2009 zur Verfügung gestellt.

 

ps. Diese Liste stellt weder einen genauen Release-Plan noch eine genaue Feature-Liste dar. ;)

Azure Services Platform

Schlagwörter wie Azure Services, Cloud Platform, Software as a Servcie (SaaS) sowie Software + Services (S+S) sind heute in aller Munde. Doch um diese Begriffe gegeneinander abzugrenzen, muss man sich über Application Platforms im allgemeinen im Klaren sein.

Microsoft Application Platforms

Zentraler Bestandteil einer Application Platform ist an sich die Applikation, welche auf einem Betriebssystem (Windows) mit einer Runtime (.NET) läuft. Die Applikation wird z.B. mit dem Visual Studio entwickelt. Das System mit der Applikation bettet sich in eine Infrastruktur, bestehend aus:

  • Mechanismen für die Persistierung von Daten (SQL Server, SharePoint Listen)
  • Kommunikation und Prozessen (Biztalk Server)
  • Identität (Active Directory).

Die Kapselung dieser Applikationen als Services zur Abbildung von Geschäftsprozessen wird als Service Oriented Architecture beschrieben.

Die überwiegende Mehrheit der Firmen nutzen heutzutage on-premises Software, also Software welche auf einer Infrastruktur innerhalb der Firma betrieben wird.

Eine andere Art von Application Platform ist ist die Cloud Platform, auf der Cloud Services laufen. Cloud Services lassen sich in folgende Kategorien aufteilen:

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  • Software as a Service (SaaS): Die Applikation läuft in der Cloud und wird mit dem Browser bedient, z.B. ein online CRM System.
  • Attached Services: Die Applikation läuft lokal und greift auf Zusatzdienste in der Cloud zu, z.B. Windows Update.
  • Cloud Services: On-premise Software oder Applikationen in der Cloud werden um Zusatzfunktionen erweitert.

Die Kombination von on-premise Software sowie Cloud Services ergibt Software + Services, also Software auf einer Infrastruktur innerhalb der Firma mit zusätzlichen Services im Internet, welche einen sinnvollen Mehrwert hinsichtlich Kosten und Verfügbarkeit für das Unternehmen generieren.

Azure Services Platform

Die Azure Services Plattform ist eine Zusammenführung verschiedener Technologien in der Cloud:

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  • Windows Azure: Eine auf Windows basierende Laufzeitumgebung für Applikationen mit Möglichkeit zum Speichern von Daten.
  • .NET Services: Diese Services bieten Schnittstellen für die Zugriffskontrolle, die Kommunikation von on-premise Applikationen und Applikationen in der Cloud sowie Workflows.
  • SQL Services: Diese Services bieten eine SQL Server basierte Struktur zum Speichern von Daten.
  • Live Services: Durch ein Framework können auf die in den Microsoft Live Applikationen (Hotmail, Messenger) gespeicherten Daten zugegriffen werden.
  • SharePoint Services & Dynamics CRM Services: Diese Services bieten Funktionen für Kollaboration, um stärkere Kundenbeziehungen aufzubauen.

Alle Komponenten der Azure Services Plattform können sowohl unabhängig voneinander als auch im Zusammenspiel miteinander genutzt werden.

Anwendungsbeispiele

Windows Azure erlaubt das Betreiben von Applikationen sowie die Möglichkeit zum Speichern von Daten in der Cloud. Diese Applikationen laufen auf einer Hardware, welche weder dem Entwickler noch dem Betreiber der Applikation sichtbar ist. Vielmehr handelt es sich um eine abstrakte Ebene, die es erlaubt, dynamisch Ressourcen für den Betrieb der Applikation hinzuzufügen oder zu entfernen. Des Weiteren muss man sich nicht um Verfügbarkeit, Backup oder den Kauf der Hardware kümmern.

Die .NET Services erlauben eine firmenübergreifende Zugriffskontrolle auf Applikationen. Ebenso können über den Service Bus Partner oder Kunden einer Firma auf Ressourcen innerhalb der Firma zugreifen, ohne z.B. Änderungen an der Firewall durchzuführen. Über Workflows können Geschäftsprozesse firmenübergreifend erstellt werden.

Die SQL Services bieten eine preiswerte Speicherung von Daten ausserhalb der eigenen Firmeninfrastruktur. Über die Services können Daten für eine Netzwerk bestehend aus Firmen und Partnern bereitgestellt werden. Weiterhin können Daten kostengünstig archiviert werden.

Die Live Services adressieren weniger die Geschäftskunden, sondern eher den Enduser an sich. Über das Framework lassen sich Kontakte, Fotos oder News über beliebigen Medien online als auch offline nutzen und synchronisieren.

Fazit

Innovation bringt Vorteile: Vorsprung gegenüber Konkurrenten, Kosteneinsparungen oder neue Möglichkeiten in der Zusammenarbeit über bestehende Grenzen hinweg. Die Microsoft Application Platform ist in vielen Unternehmen fest etabliert und bietet dem Kunden eine starke Basis für seinenGeschäftserfolg. Diese Basis wird nun um eine Application Platform im Internet erweitert: Software + Services. Diese neuen Services ergänzen bestehende firmeninterne Infrastrukturen und bieten einen strategischen Mehrwert, hinsichtlich Angebotserweiterung und Kosteneinsparungen bei hoher Verfügbarkeit.

Quellen:

namics @ namics in der Schweiz (und nicht mehr bei der TechEd)

Am Fr. dem 14.11. ging die TechEd 2008 in Barcelona zu Ende. Das Fazit ist ausserordentlich positiv: Das Niveau der Vorträge war meistens sehr hoch und man konnte einiges lernen, vor allem über die zukünftigen Trends und Technologien.

Neben den Sessions konnte man in der Exhibition Hall Stände verschiedener Firmen besuchen und Infos über ihre aktuellen Projekte erfahren. Des Weiteren konnte man auch in Kontakt mit Experten verschiedener Technologiebereiche kommen und sich austauschen.

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Die Organisation war sehr straff und die Mitarbeiter von Microsoft waren immer bemüht, bei Problemen weiterzuhelfen bzw. darauf zu achten, dass jeder mit seinem Badge auch die richtigen Räume findet… Stichwort Claims Based Identity. Die Technologie von morgen heute schon praktisch umgesetzt.

Was bleibt noch? TechEd 2009…Wir sehen uns dann nächtes Jahr in Berlin:

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In dem Sinne eine schöne Woche.

TechEd 2008, Barcelona, Tag4

Urs Wanner: TechEd Dairy
Donnerstag 13.11.2008

Put your Big Ideas onto Tiny Devices using .NET
Rob Miles (http://www.robmiles.com/welcome/)

In dieser Präsentation ging es um das .Net Micro Framework. Ich habe nicht mal gewusst, dass es so was gibt und habe mehr aus Lust als aus Pflichtgefühl diesen Vortrag besucht. Das .Net Micro Framework erlaut es, für sehr kleine devices embedded code in C# zu schreiben. Dabei handelt es sich um den code, der zum Beispiel in Messfühlern oder Kugelschreibern läuft. Rob Miles hat einige Beispielanwendungen vorgeführt: Da war unter anderem eine bunte Lichterkette für Weihnachtsbäume, die immer wenn Rob was in seinen Blog schreibt automatisch alle Lampen auf rot umschaltet. Dazu abonniert die Steuerung der Lichterkette den rss-feed des blogs, findet jeweils das Datum der letzten Änderung heraus und kann so entscheiden, ob ein Neuer Eintrag vorliegt.

Da möchte man doch sofort mitbasteln. Ich habe mir die SDK jedenfalls schon runtergeladen!
http://msdn.microsoft.com/en-us/embedded/bb267253.aspx

Security Architecture for Heterogenous Enviroments in the Real World – The Identity Meta System and Federated Identity applied to a Real-World-Scenarios
Mario Szpuszta (http://blogs.msdn.com/mszcool/default.aspx)

Hier geht es um eine Security Architektur, die mit dem neuen Framwork (Codename Zermatt oder Geneva) umgesetzt werden kann. Hier die Idee: Ein Security Token Service stellt aufgrund einer Authentifizierung ein Token aus. Dieses Token kann beliebige Claims enthalten. Diese stellen Informationen über den authentifizierten Benutzer dar (zum Beispiel könnten das die AD-Gruppenzugehöhrigeiten sein). Ein Service erwartet nun dieses Token und kann aufgrund der vorgefundenen Claims die Autorisierung vornehmen. Das Interessante dabei ist, dass die Service Security nicht selber Authentifiziert sondern die benötigten Informationen über den User im Token erhält. Dies kann auch plattformübergreifend und (im Gegensatz zu SSO mit Kerberos) unabhängig von einem AD funktionieren.

Gruss aus Barco
Urs

Architecture Session: Avoid a failed SOA

Der "MASTER" him self, Udi Dahan hat es sich nicht nehmen lassen, auch hier an der TechEd 2008 in Barcelona sein bestes Kund zu tun!!!

In 3 aufbauenden Session über 2 Tage verteilt "das hat auch seinen Grund", erklärte Udi wie sich eine wirkliche Service Oriented Architecture erstellen lässt.

Wer wirklich versucht hatte, aufmerksam den Worten zu folgen, hatte eine gute Chance nach 30 Minuten einen Brain-Dump zu erlangen ;O)

SOA != Nur Services + WSDL!

Grundlegend und mit weisen Worten wurde dem Publikum veranschaulicht, welche Komponenten für einen erfolgreichen Einsatz einer SOA notwendig sind!

Als Basis diente dazu eine Shop-Lösung welche ca. 1 Mrd. Dollar im Jahr umschlagt, und noch wachsen möchte. Jedoch war dies mit dem bestehenden System nicht möglich, und somit musste eine "wirklich schlaue" Lösung her.

Lösung

Udi zeigte, wie man mittels Messaging Patterns (Publish + Subscribe), Caching, einer Event Driven Architecture (EDA) uvm. ein System realisieren kann, welches zur Runtime gewartet und aktualisiert werden kann, ohne das auf Bestellungen verzichtet werden muss "Bei ca. 1 Mrd. $ kann eine kurze System-Down-Time schon mal viel Geld kosten".

Weiters wurde in aufbauenden Sessions hingewiesen, wie Order Systeme erstellt werden können, die im Fall von System-Crashes denoch gewährleisten, das Bestellungen nicht verloren gehen.

Die Overall-Message allerdings war … "egal welche Technologien jeden Tag aus dem Boden gestampft werden … Architecture Styles haben sich über Decaden hinweg bewährt und sind Technologie unabhängig".

Das bedeutet, dass nicht zuerst die Technologie gewählt werden sollte, sondern "immer" zuerst die Kundenwünsche analysiert werden müssen … und daraus ein schlaues "Design" entworfen werden "muss", welches vor allem das Thema "Skalierbarkeit" stärker berücksichtig sollte.

Und weiters wäre es "blauäugig" zu meinem, mit diesen 4 Absätzen habe man alles Wissen erlangt um in Zukunft nur noch "gute" Projekte an den Mann zu bringen, da dieses Thema "schier" unendlich erscheint. Wenn man allerdings den Tips des Meisters folgt und beherzigt, ist man sicherlich auf einem guten Weg zu erfolgreichen Projekten.

Weitere Infos zu Udi Dahan sowie zu den Themen SOA, EDA, Messaging Patterns uvm. können auf seiner Website gefunden werden:

Udi Dahan, The Software Simplist, Enterprise Development Expert & SOA Specialist, http://www.udidahan.com/

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